Internet der Dinge

In Zukunft wird es möglich sein, dass jedes Ding (Haushaltsgerät, Kleidungsstück, Küchen- oder Reinigungshilfsmittel) mit dem Internet verbunden sein wird. Dinge können über das Internet angesteuert und verwendet werden, der Datenaustausch wird sich dadurch deutlich erweitern. Ding bedeutet in diesem Zusammenhang wirklich jedes denkbare Objekt.

Das können in einem Auto, Haushalt oder Büro prinzipiell auch beliebig kleine Bauteile sein. Möglich wird dies, weil der Adressraum für Internetobjekte deutlich erweitert wurde und weil kostengünstige Chips in jedes Ding eingebaut werden können, die dann für spezifische Datenübermittlungsprozesse genutzt werden. Mit dem Internet der Dinge sind viele Vorteile, aber auch einige relevante Gefahren verbunden.

Vorteile durch das Internet der Dinge
Wenn jedes Gerät seinen Zustand an das Internet übermitteln kann, dann kann man dieses Gerät auch aus der Ferne steuern und seinen besonderen Bedürfnissen anpassen. Von der neuen Art der Vernetzung können Endverbraucher und Unternehmen auf vielfältige Weise Vorteile gewinnen. Interessen treffen auf neue Art zusammen, die Interaktion zwischen ihnen kann auf mehreren Kanälen gleichzeitig laufen.

Denkbar sind auch neue Anwendungsmöglichkeiten für die Objekte. Wer sich auf dem Weg von der Arbeit zu seiner Wohnung befindet, der kann bereits von unterwegs aus die Heizung regulieren oder mit beweglichen Kameras überprüfen, ob die Wohnung noch in Ordnung ist. Kommt er dann zu Hause an, dann hat der mit dem Internet verbundene Kühlschrank bereits dafür gesorgt, dass die richtige Nahrung vorhanden ist. Diese Art der Nutzung lässt sich auf alle Alltagsphänomene ausdehnen. Eine bessere Lebensqualität für Verbraucher, mehr Bequemlichkeit und Sicherheit prägen die Zukunft. Für Unternehmen kann mit der neuen Vernetzungsqualität eine bessere Effizienz und Kostensenkung erreicht werden.

Risiken durch das Internet der Dinge
Mehr Objekte im Netz bedeuten natürlich auch mehr Angriffsmöglichkeiten für Hacker und Schadsoftware. Es wäre fatal, wenn durch Sicherheitslücken die Wohnung von außen manipuliert würde. Die Heizung wird im Hochsommer aktiviert und der Kühlschrank verweigert seinen Dienst. Im Extremfall könnte die Zugangssteuerung der Tür dafür sorgen, dass die Bewohner nicht mehr aus der Wohnung kommen und ihre Kommunikationsmöglichkeiten unterbunden werden.

Abgesehen von diesem Extremszenario, dass durch gute Sicherheitstechniken abgewendet werden kann, bleibt noch das Problem des Datenschutzes zu beachten. Wenn alle Geräte des Nutzers in jeder Sekunde ihren Zustand über das Netz weitergeben, dann können noch sehr viel genauere Personenprofile erstellt werden, als dies heute möglich ist.